Denkt endlich grün!

25. August 2010 | Von hofnarr.christopher | Kategorie: Gesellschaft
Es schreibt: Christopher

Es schreibt: Christopher

Es muss ein Wandel her. In Deutschland und in der Welt. Für Deutschland und für die Welt. Die aktuellen Naturkatastrophen – Überschwemmungen an der Neiße und in Pakistan, der Flächenbrand in Russland, Erdbeben in China – zeigen es deutlich: Grüne Energien und ein Verständnis für die weltweite Veränderung müssen her. Und zwar jetzt.

Der Klimawandel mag nicht allein von den Fehlern des Menschen herbeigeführt worden sein, das anzunehmen wäre wohl tatsächlich absurd. Vielleicht ist unser Scherflein sogar verschwindend gering. Die Gelegenheit sich wegen der aktuellen Veränderungen auf eine nachhaltigere Lebensweise und Wirtschaft zurückzubesinnen sollte man sich jedoch nicht entgehen lassen.

Wir leben in einer globalen Gesellschaft, die nicht mehr auf die Natur hört und nicht weiß, wo sie sich selbst in der Welt zu verordnen hat. Nur so lässt sich etwa die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko erklären. Über Wochen gelang es Betreiber BP nicht, das Leck zu schließen. Das ist die eine Seite. Doch viel schlimmer ist, dass man sich mit diesem Szenario im Voraus offenbar überhaupt nicht auseinander gesetzt hat. Die Kurzsichtigkeit der Konzerne passt nicht zu ihren Projekten und der Art und Weise, wie sie sich öffentlich präsentieren. Ein Notfallplan hätte zweifelsohne existieren müssen.

Wieviele Katastrophen braucht es noch, um uns die Augen zu öffnen?

Diese Kurzsichtigkeit könnte auch der Grund sein, warum sich die Automobilbranche Energie sparenden, alternativen Treibstoffen geradezu verschließt. Die Forschungen darüber mögen laufen, beim Kunden kommen solche Modelle aber bisher nur in absoluten Ausnahmefällen an. Dabei wäre es doch für den, der den ersten Schritt wagt sicher ein gewinnbringendes Geschäft. Sicherlich mag es hohe Investitionen und Risikobereitschaft benötigen, um diesen Weg zu gehen. Aber die Aussichten, als Erster das „neue Auto“ entwickelt und marktfähig gemacht zu haben, dürfte sich langfristig auch finanziell lohnen.

Die Lobby der Industrie scheint bisher unüberwindbar groß zu sein. Wie war das noch mit den Zielen des Kyoto-Protokolls? Der Klima-Gipfel in Kopenhagen? Selbst die US-Regierung geht davon aus, dass in weniger als zehn Jahren nicht mehr so viel Öl zur Verfügung stehen wird, wie wir es nach heutigem Stand brauchen würden.

Stattdessen wird die Verantwortung auf die Bürger übertragen. Es ist richtig zu sagen, dass jeder im Kleinen seinen Teil beitragen soll, um das große Ganze zu verbessern. Aber alleine mit dem Verbot von Glühbirnen zum Vorteil der Energiesparlampen, von denen selbst Experten nicht sicher sind, ob sie wirklich effizienter sind, werden die Auswirkungen gering sein.

Die Wetter-Kapriolen nehmen weiter zu. Hierzulande wundert man sich über ungewohnt eisige Winter und herbstliche Schwankungen im Sommer. In Pakistan sind derzeit mehr als drei Millionen Menschen durch das Hochwasser bedroht. Moskau versank im Rauchnebel. Das verheerende Erdbeben in Haiti liegt erst sieben Monate zurück. Diese Auswüchse werden nicht weniger werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Die, die schon heute arm sind, werden am meisten darunter leiden. Wir werden den Klimawandel auch nicht stoppen können. Aber wir sollten wenigstens versuchen unseren Teil dazu beizutragen. Mit einem gedanklichen Wandel. Natürlich sind diese Standpunkte idealistisch. Doch die Umsetzung auf konkrete Probleme übertragener Ideale sind Verbesserungen.

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