Erdbeben und Tsunami in Japan – Atomkraftwerk brennt
11. März 2011 | Von hofnarr.christopher | Kategorie: Meldung des TagesUpdate 2: Im Norden Japans hat es dem Vernehmen nach erneut ein schweres Beben der Stärke 6,6 gegeben.
Update: Nach Angaben der Agentur Kyodo ist das Feuer im AKW Onagawa ist gelöscht und es sei keine Strahlung ausgetreten. Dafür ist die offizielle Zahl der Todesopfer dramatisch nach oben korrigiert worden. Mehrere Hundert Menschen sind umgekommen.
Nach schweren Erdbeben und einem Tsunami versuchen die japanischen Behörden Überblick über das entstandene Chaos zu erhalten. Die Flutwelle war durch das Beben der Stärke 8,9 entstanden und sorgte für verheerende Auswirkungen im ganzen Land. Die Ostküste der Hauptinsel Honschu wurde überflutet, auch die Hauptstadt Tokio ist von dem Beben betroffen. Besonders heftig wurde der Nordosten des Landes getroffen. Offiziellen Angaben zufolge starben acht Menschen, andere Quellen berichten von höheren Zahlen. Immerhin hatten die Frühwarnsysteme funktioniert und viele Menschen verließen die Küstenregionen rechtzeitig.
Die Folgen der Katastrophe gehen jedoch noch weiter und sind derzeit noch nicht absehbar. So hieß es zunächst, dass sich alle Atomkraftwerke abgestellt hätten. Doch mittlerweile gibt es Berichte, dass ein AKW in Flammen steht. Wie es um radioaktive Verstrahlung steht, ist noch nicht geklärt. Eine Ölraffinerie in der Nähe Tokios explodierte. Darüber hinaus werden weitere Nachbeben und Flutwellen werden erwartet. Die Tsunami-Warnung wurde mittlerweile auf 19 Länder ausgeweitet.
Wir meinen: Ein Kommentar erübrigt sich in diesem Fall natürlich. Es ist jedoch erschreckend zu sehen, wie die Warnungen vor mehr und verheerenderen Naturkatastrophen schon jetzt traurige Gewissheit werden. Die Lebensbedingungen auf der Erde scheinen im Wandel zu stehen, mehr solcher Tragödien werden kommen. Verhindern kann man sie nicht, höchstens eine Anpassung zur Linderung der Folgen scheint möglich.
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Die Erdgeschichte folgt eben einer ganz anderen Uhr, die wir Menschen nur erkennen und anerkennen müssten. Die Warnungen vor solchen Katastrophen ( im Sinne von menschengemacht ) haben damit wahrscheinlich gar nicht viel zu tun…
Vielleicht kommen gar nicht unbedingt noch mehr Katastrophen, wenn die Erde erst einmal eine für sie kurze und für uns längere Verschnaufpause macht. Die Anpassung an die neuen Gegebenheiten ist natürlich wie schon immer (über)lebenswichtig!
Im Vordergrund steht aber jetzt erst einmal das Mitgefühl mit den Menschen, die sich in einer Situation befinden, die wir uns trotz anschaulicher Videobilder nicht vorstellen können, und die Hoffnung, dass weitsichtige und fähige Menschen vor Ort Schlimmeres verhindern. Vor allem aber sollten uns diese Katastrophen aufrütteln und an unsere eigenen Grenzen erinnern!!