Hans-Ulrich Klose: “Wahlkampf muss nicht zulasten der Nachhaltigkeit gehen”
27. Oktober 2009 | Von hofnarr.christopher | Kategorie: Abgeordnete im InterviewDieses Interview ist ein Beitrag aus unserer Sonderreihe zur Bundestagswahl 2009. Die komplette Übersicht der teilnehmenden Mitglieder des Parlaments findet Ihr hier.

MdB Hans-Ulrich Klose (Pressefoto)
Name: Hans-Ulrich Klose
Partei: SPD
Von 1991 bis 1994 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, von 1994 bis 1998 Vizepräsident des Deutschen Bundestags
Bio: Geboren am 14. Juni 1937 in Breslau
Wahlkreis: Bergedorf-Harburg
Im Bundestag seit: 1983
Gremien: Stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags, Vorsitzender der Parlamentariergruppe USA
Hingesehen: Was ist Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung der kommenden Legislaturperiode?
Hans-Ulrich Klose: Die Überwindung der wirtschaftlichen Krise und deren finanziellen Folgen (u.a. für die Haushalte).
Hingesehen: Wird im Wahlkampf zu oft Politik mit dem Ziel der Wiederwahl auf Kosten von Nachhaltigkeit gemacht?
Klose: Im Wahlkampf geht es natürlich um Wahlerfolge. Das muss aber nicht zulasten der Nachhaltigkeit gehen.
Hingesehen: Wie soll das Bildungssystem in Deutschland zukünftig aussehen?
Klose: Zu allgemein gefragt, um kurz beantwortet zu werden. Als Grundsatz muss gelten: Zukunft gewinnt Deutschland nur, wenn alle Kinder bestmöglich gefördert werden. Das geschieht derzeit nicht.
Hingesehen: Ist durch das Gesetz zur Sperrung von kinderpornografischen Inhalten im Netz der Weg zu weiterer Internet-Zensur geebnet worden?
Klose: Nein, dagegen steht unter anderem das Bundesverfassungsgericht.
Hingesehen: Was muss unternommen werden, um die Krisenherde im Nahen Osten wieder zu stabilisieren?
Klose: Siehe Einleitung zu Frage 3. Welche Krisenherde meinen Sie? Libanon, Israel/Palästina, Irak? Die dort agierenden politischen Eliten sind zuerst gefragt und gefordert. Wir können, wenn wir darum gebeten werden, helfen.
Hingesehen: Sind Ihrer Meinung nach Steuererhöhungen zur Entschuldung des Bundeshaushalts vermeidbar?
Klose: Nein.
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