Heckenschütze in Schweden weiter auf freiem Fuß

26. Oktober 2010 | Von hofnarr.christopher | Kategorie: Meldung des Tages

Die schwedische Polizei sucht weiter nach einem Verbrecher, der mit einem Gewehr auf Migranten schießt. Angefangen hatte die Serie von Übergriffen bereits im Oktober 2009, als eine Schwedin getötet wurde, die mit einem Ausländer liiert war. Seither gab es 16 weitere Vorfälle. Nun hat in Malmö ein iranisch-stämmiger Inhaber eines Schneidergeschäfts den mutmaßlichen Täter nach einem Angriff auf ihn erstmals kurzzeitig stellen können, bevor der Heckenschütze abermals entkam. Die Polizei hofft, neue Spuren durch hinterlassene DNA finden zu können. Die Anschläge kommen zu einer Zeit, in der der rechte Flügel in der schwedischen Politik wächst: Bei der Wahl im September 2009 erhielt die rechtspopulistische Partei “Schwedendemokraten” 20 von 349 Sitzen im Parlament.

Bereits 1991/92 gab es in Schweden einen ähnlichen Vorfall. Damals wurde ein Migrant getötet, zehn weitere verletzt. Der Täter, John Ausonius, wurde 1994 allerdings zu lebenslänglicher Haftstrafe verurteilt.

Wir meinen: Henning Mankell, Stieg Larsson, Jo Nesbø – skandinavische Krimi-Autoren haben in Deutschland Hochkonjunktur. Doch diese Anschlagsserie ist echt. Fremdländisch aussehende Personen müssen um ihr Leben fürchten, zumal die Zeitpunkte der Attacken weitestgehend wahllos scheinen. Mittlerweile können alle Männer zwischen 20 und 40, die ohne erkennbares Ziel durch die Stadt gehen, von der Polizei kontrolliert werden. Es bleibt zu hoffen, dass der Täter sobald wie möglich gefasst werden kann, bevor es noch zu Nachahmern kommt.

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