Marco Bülow: “Ökologie, Soziales und Wirtschaft zusammenbringen”
4. Juli 2009 | Von hofnarr.florian | Kategorie: Abgeordnete im InterviewDieses Interview ist ein Beitrag aus unserer Sonderreihe zur Bundestagswahl 2009. Die komplette Übersicht der teilnehmenden Mitglieder des Parlaments findet Ihr hier.
Name: Marco Bülow
Partei: SPD
Bio: Geboren am 14. Juni 1971 in Dortmund; verheiratet
Wahlkreis: Dortmund I
Im Bundestag: seit 2002
Gremien: Untersuchungsausschuss, Kommission zur Modernisierung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen, Finanzausschuss
Beruf: Journalist und PR-Berater
Hingesehen: Was ist Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung der kommenden Legislaturperiode?
Marco Bülow: Die Themen Ökologie, Soziales und Wirtschaft zusammenzubringen. Die Eindämmung der Klimaerwärmung wird die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Dazu wird es in der nächsten Zeit darum gehen, den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu begegnen und um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen.
Hingesehen: Wird im Wahlkampf zu oft Politik mit dem Ziel der Wiederwahl auf Kosten von Nachhaltigkeit gemacht?
Bülow: Ja. Was Nachhaltigkeit wirklich bedeutet, wird von den meisten Politikern immer noch nicht begriffen.
Hingesehen: Wie soll das Bildungssystem in Deutschland zukünftig aussehen?
Bülow: Ich denke, die SPD hat in ihrem Regierungsprogramm dazu gute Ziele stehen, unter anderem dass wir dafür sorgen müssen, dass alle Schülerinnen und Schüler einen Abschluss bekommen; mehr Geld in Bildung investiert wird; für eine stärkere Ausbildungsförderung und mehr gut qualifizierte Fachkräfte gesorgt wird. Auch müssen wir dafür kämpfen, dass Bildung gebührenfrei wird. Zudem wollen wir ein Recht auf Ganztagsbetreuung.
Hingesehen: Ist durch das Gesetz zur Sperrung von kinderpornografischen Inhalten im Netz der Weg zu weiterer Internet-Zensur geebnet worden?
Bülow: Lässt sich in wenigen Sätzen nicht beantworten (Position auf meiner Homepage marco-buelow.de).
Hingesehen: Was muss unternommen werden, um die Krisenherde im Nahen Osten wieder zu stabilisieren?
Bülow: Zentrales Ziel unserer Politik im Nahen Osten ist und bleibt eine Zwei-Staaten-Lösung.
Hingesehen: Sind Ihrer Meinung nach Steuererhöhungen zur Entschuldung des Bundeshaushalts vermeidbar?
Bülow: Sind sie nicht, wenn man nicht zu gnadenlosen Kürzungen kommen will.
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“Die Themen Ökologie, Soziales und Wirtschaft zusammenzubringen. ”
Das ist in meinen Augen allerdings nicht nur eine Herausforderung für die nächste Periode, sondern eine für die ganzen kommenden Jahrzehnte, ….
Gut, aber irgendwann muss man damit ja mal anfangen
Ich persönlich halte es für besser, direkt langfristige Ziele zu setzten als nur an die nächsten vier Jahre zu denken.