Norbert Geis: “Haben eines der besten Bildungssysteme”

18. Juli 2009 | Von hofnarr.christopher | Kategorie: Abgeordnete im Interview

Dieses Interview ist ein Beitrag aus unserer Sonderreihe zur Bundestagswahl 2009. Die komplette Übersicht der teilnehmenden Mitglieder des Parlaments findet Ihr hier.

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MdB Norbert Geis von der CSU

Name: Norbert Geis

Partei: CSU

Bio: Geboren am 13. Januar 1939 in Großwallstadt; katholisch, verheiratet, vier Kinder

Wahlkreis: Aschaffenburg

Im Bundestag: seit 1987

Gremien: Vorsitzender Gremium nach Art. 13, Abs. 6 des Grundgesetzes, Mitglied im Ältestenrat, Rechtsausschuss und Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Beruf: Rechtsanwalt

Hingesehen: Was ist Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung der kommenden Legislaturperiode?

Norbert Geis: Die größte Herausforderung ist mit Sicherheit, die Krise zu meistern und wieder für Stabilität zu sorgen. Dies wird am besten mit einer bürgerlichen Mehrheit aus CDU/CSU und der FDP gelingen.

Hingesehen: Wird im Wahlkampf zu oft Politik mit dem Ziel der Wiederwahl auf Kosten von Nachhaltigkeit gemacht?

Geis: Das kann man so sicherlich nicht sagen. Natürlich versucht jede Partei im Wahlkampf ihre Ziele zu vermitteln, die sie, wenn sie die Mehrheit hätte, umsetzen würde. In einer Demokratie geht es immer darum, Mehrheiten zu gewinnen, aber am Ende auch Kompromisse zu schließen.

Hingesehen: Wie soll das Bildungssystem in Deutschland zukünftig aussehen?

Geis: Wir haben hier in Deutschland eines der besten Bildungssysteme. Dies war bislang unser ganz großer Vorteil. Sicherlich aber müssen Verbesserungen, insbesondere im Bereich der Hauptschulen, vorgenommen werden. Jedes Kind sollte die Möglichkeit erhalten, so gefördert zu werden, um die größtmöglichen Chancen zu haben.

Hingesehen: Ist durch das Gesetz zur Sperrung von kinderpornografischen Inhalten im Netz der Weg zu weiterer Internet-Zensur geebnet worden?

Geis: Nein, dieses Gesetz ist richtig und notwendig, denn es muss alles getan werden, um unsere Kinder zu schützen.

Hingesehen: Was muss unternommen werden, um die Krisenherde im Nahen Osten wieder zu stabilisieren?

Geis: Dies ist eine äußerst schwierige Frage. In erster Linie bedarf es hier großer diplomatischer Anstrengungen. Ob und wie wir diese Krisenherde in den Griff bekommen, vermag ich nicht zu beurteilen.

Hingesehen: Sind Ihrer Meinung nach Steuererhöhungen zur Entschuldung des Bundeshaushalts vermeidbar?

Geis: Ich bin der Meinung, dass Steuererhöhungen dem Aufschwung der Wirtschaft nicht dienlich sind. Auf den Aufschwung aber kommt es entscheidend an.

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