Reaktor des AKW Fukushima 1 ist explodiert – Kernschmelze bestätigt
12. März 2011 | Von hofnarr.christopher | Kategorie: Meldung des TagesUpdate 2: Offenbar fand die Explosion nicht direkt am Reaktor statt, sondern nur in einem Raum in der Nähe. Der Stahlschutz um den Reaktor sei noch intakt. Nun will die Betreibergesellschaft mit Meerwasser kühlen. Falls diese Informationen stimmen sollten, könnte der GAU doch noch aufgehalten werden. Derweil wird das Gebiet um ein weiteres AKW evakuiert, auch dort gibt es Probleme mit der Kühlung.
Update: Die japanischen Behörden haben offiziell bestätigt, dass es im AKW Fukushima 1 eine Kernschmelze gegeben hat. Das berichtet ARD-Korrespondent Hetkämper. (Quelle: Tagesschau Online)
Die Gefahr eines atomaren Ernstfalls in Japan spitzt sich dramatisch zu. Nach dem verheerenden Erdbeben und anschließenden Tsunami bereitet im Ausland vor allem das beschädigte Atomkraftwerk Fukushima 1 Sorge. Dort war bereits gestern ein Brand ausgebrochen, zudem ist die Notstromversorgung zur Kühlung des Reaktors ausgefallen. Der Reaktor sei dort jedoch noch nicht betroffen gewesen sein. In den letzten Stunden hatte sich der Druck allerdings immer weiter erhöht, sodass leicht radioaktiv verseuchter Druck abgelassen werden musste.
Vor wenigen Stunden ereignete sich dann eine Explosion. Zunächst hieß es, der Reaktor selbst sei nicht betroffen, mittlerweile hat der japanische Regierungssprecher bestätigt, dass das Reaktorgebäude zerstört ist. Diese Vermutung hatte zuvor auch der ehemalige Leiter der Bundesatomaufsicht Wolfgang Renneberg im ZDF geäußert. Der radioaktiv betroffene Wind wird sich laut Deutschem Wetterdienst wohl nicht weit ausbreiten, allerdings könnten die Philippinen in fünf Tagen von einer radioaktiven Wolke betroffen sein. Die Evakuierungszone um das AKW wurde von zehn auf zwanzig Kilometer ausgeweitet. Es werden Jodtabletten als Akuttherapie gegen die Strahlung verteilt.
Eine Gefährdung Deutschlands kann nach Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) “praktisch ausgeschlossen werden”, heißt es in einer dpa-Meldung. Röttgen hatte vor einigen Monaten die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland der schwarz-gelben Regierung mitgetragen.
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