Ursula Mogg: “Den Klimawandel nicht vergessen”

30. Juni 2009 | Von | Kategorie: Abgeordnete im Interview

Dieses Interview ist ein Beitrag aus unserer Sonderreihe zur Bundestagswahl 2009. Die komplette Übersicht der teilnehmenden Mitglieder des Parlaments findet Ihr hier.

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Ursula Mogg ist bereits seit 15 Jahren Mitglied des Bundestags

Name: Ursula Mogg

Partei: SPD

Bio: Geboren am 12. November 1953 in Koblenz

Wahlkreis: Koblenz

Im Bundestag seit: 1994

Gremien: Verteidigungsausschuss, Unterausschuss Vereinte Nationen, Erster Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (“BND-Untersuchungsausschuss”), Unterausschuss “Weiterentwicklung der Inneren Führung”, stellv. Vorsitzende der Arbeitsgruppe Sicherheit der SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied der NATO-Parlamentarierversammlung, stellv. Vorsitzende der deutsch-britischen Parlamentariergruppe

Werdegang: Studium der Anglistik, Politischer Wissenschaft und des Völkerrechts, danach u.a. wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Mitglied des Bundestags und Referentin im rheinland-pfälzischen Arbeitsministerium

Hingesehen: Was ist Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung der kommenden Legislaturperiode?

Mogg: Die Bewältigung der aktuellen Weltwirtschaftskrise und ihrer sozialen Folgen auf den Arbeitsmärkten – und dass wir darüber wichtige andere Fragen wie etwa den Klimawandel nicht vergessen!

Hingesehen:  Wird im Wahlkampf zu oft Politik mit dem Ziel der Wiederwahl auf Kosten von Nachhaltigkeit gemacht?

Mogg: Das zu bewerten und zu kritisieren ist Sache der Medien, auch der Online-Magazine – und anderer mündiger Bürgerinnen und Bürger. Persönlich liegt mir das Thema Nachhaltigkeit seit viele Jahren sehr am Herzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir die großen ökologischen Notwendigkeiten nicht aus dem Blick verlieren.

Hingesehen: Wie soll das Bildungssystem in Deutschland zukünftig aussehen?

Mogg: Ich wünsche mir, dass Kritikfähigkeit und fachübergreifendes Denken nicht der voranschreitenden Verdichtung (G 8), Verschulung und Kommerzialisierung zum Opfer fallen.

Hingesehen: Ist durch das Gesetz zur Sperrung von kinderpornografischen Inhalten im Netz der Weg zu weiterer Internet-Zensur geebnet worden?

Mogg: In dieser Debatte steckt zu viel Hysterie. Den erhobenen Einwänden wurde seitens des Gesetzgebers nachgegangen. Eine sich aus dem Gesetz ableitende Zensur wird ausdrücklich ausgeschlossen.

Hingesehen: Was muss unternommen werden, um die Krisenherde im Nahen Osten wieder zu stabilisieren?

Mogg: Wieso wieder? Wann herrschte dort zuletzt Stabilität? Erste Voraussetzung für Stabilität sind Vertrauensbildung und gegenseitiger Respekt.

Hingesehen: Sind Ihrer Meinung nach Steuererhöhungen zur Entschuldung des Bundeshaushalts vermeidbar?

Mogg: Zweifel sind angebracht. Im bevorstehenden Wahlkampf geht es deswegen auch um Ehrlichkeit – und dass nicht Dinge versprochen werden, von denen man jetzt schon weiß, dass man sie nicht halten kann.

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