US-Genetiker empört über die Deutung seiner Forschung durch Sarrazin

8. September 2010 | Von hofnarr.florian | Kategorie: Meldung des Tages

Der von Sarrazin zitierte US-Genetiker Harry Ostrer ist empört über den Umgang mit seinen Studien. Bei The European wehrt sich der Wissenschaftler. Seine Forschungsergebnisse würden verzerrt dargestellt. Gene seien nur zu einem kleinen Teil für Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen verantwortlich. Ein Beispiel: “Wir können etwa sagen, dass Gruppe A im Vergleich zu Gruppe B mit größerer Häufigkeit eine genetische Variation hat, die eine erhöhte Anfälligkeit für Alkoholismus implizieren kann. Dann aber zu sagen, dass Gruppe A aus Trinkern besteht und Gruppe B aus Abstinenzlern, ist schlicht und ergreifend falsch”, sagt Ostrer im Internet-Magazin. Sarrazin hatte mehrfach geäußert, dass er sich wesentlich auf Ostrers Artikel “Abrahams Kinder im Zeitalter der Genetik” beziehe.

Wir meinen: Endlich meldet sich der Forscher selbst zu Wort und räumt Irrtümer und Fehlinterpretationen aus dem Weg. Genauso wie zuvor unter anderem schon die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern in einem Artikel der Wochenzeitung “Zeit”. Mit den tatsächlichen Fakten, frei von Vorurteilen, kann die Debatte über Integration nun hoffentlich sachlich diskutiert werden. Das Problem liegt nicht in den Genen.

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2 Kommentare
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  1. “Mit den tatsächlichen Fakten, frei von Vorurteilen, kann die Debatte über Integration nun hoffentlich sachlich diskutiert werden.”
    Lol… Als ob die Sarrazin-Befürworter sich für Fakten, die ihrem Weltbild widersprechen, interessieren würden.

  2. Zumindest bei einigen Sympathisanten kann man darauf ja vielleicht wenigstens noch hoffen…

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