WM 2010: Like a wavin’ flag

6. Mai 2010 | Von hofnarr.christopher | Kategorie: Sport
Es schreibt: Christopher

Es schreibt: Christopher

Der letzte Beitrag zum Thema Sport auf Hingesehen liegt schon eine ganze Weile zurück. Das liegt nicht daran, dass es nichts zu schreiben gäbe oder dass Florian und ich die Lust daran verloren hätten (ganz im Gegenteil ist das doch sogar der Bereich, in dem wir auch professionell schreiben). Vielmehr wollten wir den Fokus der Seite noch stärker auf politische und gesellschaftliche Themen legen. Mit der WM vor der Tür wollen wir uns der schönsten Nebensache der Welt jetzt aber doch mal wieder widmen.

Öffentliches Fußball-Gucken bei der EM 2008 in Hamm (Foto: Christopher Weckwerth)

Etwas mehr als vier Wochen sind es nur noch, bis der erste Anpfiff bei der Partie Südafrika gegen Mexiko ertönt und der Ball “Jabulani” rollt. Die endgültigen Kader sind zwar noch nicht nominiert, dafür aber sind Sammler weltweit schon wieder im Panini-Sticker-Fieber. In Brasilien wurden längst 135.000 der Bildchen gestohlen – vor der Veröffentlichung, versteht sich. Mit dem Gastgeberland Südafrika fiebert gleich ein ganzer Kontinent darauf hin, das Weltereignis zum ersten Mal zu veranstalten. In den westlichen Medien sind die Vorbehalte bezüglich der Sicherheit allerdings unverändert groß, und da werden dann auch gerne mal – geschehen beim Afrika-Cup Anfang des Jahres – Angola und Südafrika über einen Kamm geschert. Zum Vergleich: Das ist in etwa so, als ob man Norwegen und Bulgarien gleichsetzt.

Für die Stimmung wird es nicht nur darauf ankommen, ob die “Bafana Bafana” (die Jungs) wie schon so viele Gastgeber-Nationen zuvor vom Heimvorteil profitieren können. Ebenso werden die anderen afrikanischen Teilnehmer wohl einen Sympathie-Bonus bei den Spielen erfahren. Für eine Überraschung könnten aus diesem Feld wohl am ehesten Ghana (in der deutschen Gruppe) oder die Elfenbeinküste (in einer Gruppe mit Brasilien und Portugal) sorgen. Nigeria, Algerien und Kamerun starten eher aus der Außenseiter-Position, sind aber alles andere als chancenlos. Nicht nur die Klasse eines Samuel Eto’o (Inter Mailand/Kamerun) oder John Obi Mikel (Chelsea London/Nigeria) kann bei so einem Turnier den Unterschied machen, sondern mehr noch ein guter Teamgeist. Der WM-Ball von 2006 kann davon ein Lied singen – er wurde nach dieser Eigenschaft benannt.

Zwischen Kommerz und Leidenschaft

Beim Fußball dürfen sogar Deutsche ihre Fahne schwenken (Foto: Christopher Weckwerth)

Eine WM lebt trotzdem auch von ihren Superstars. Was haben wir alle gebangt, um die “Wade der Nation”, die sich Michael Ballack vor vier Jahren erst wieder fit massieren lassen musste. Was zitterte England 2002 aufgrund des Mittelfußbruchs von David Beckham einige Wochen vor Turnierbeginn. Nun, auf Letztgenannten werden die Fans definitiv verzichten müssen. Eigens zur besseren Vorbereitung in Europa spielte Beckham die Rückrunde wie schon im Vorjahr beim AC Mailand und riss sich prompt die Achillessehne. Auch Spaniens Torjäger Fernando Torres laboriert noch einige Zeit an Knieproblemen, er dürfte aber noch rechtzeitig fit werden. Auch die DFB-Elf von Jogi Löw blieb nicht vom Verletzungspech verschont: Nach Simon Rolfes ist nun auch Keeper René Adler betroffen. Marcell Jansen wurde doch für den vorläufigen Kader nominiert, in der Hoffnung, dass er rechtzeitig noch fit wird. Kapitän Michael Ballack hingegen fällt nach einem Foul an ihm im englischen Pokalendspiel definitiv aus.

Schließlich soll bei der WM 2010 nicht nur der Ball, sondern auch der Rubel rollen. Und so übertrumpfen sich bekannte und weniger bekannte Pop-Sternchen schon wieder mit WM-Hymnen. Die offzielle steuert wie 2006 Shakira bei: “Waka Waka (This Time for Africa)” heißt ihr wenig überzeugender Song. Der gebürtige Senegalese Akon (“Sexy Chick”) bringt das speziell Afrikanische mit Keri Hilson an seiner Seite in “Oh Africa” schon stimmungsvoller rüber. Der bislang favorisierte Track kommt aber aus der Cola-Werbekampagne: Der Somalier K’Naan könnte mit der überarbeiteten Version seines Titels “Wavin’ flag” (siehe Video unten) die öffentlichen Übertragungen und Grillabende in Wallung versetzen.

Fachsimpeln in den Kommentaren ist absolut erwünscht! Ich selbst erwarte das Aus der deutschen Elf im Viertelfinale, während Spanien sich gegen die Niederlande den Titel sichert. Torschützenkönig wird Argentiniens Lionel Messi. Das weiß ich. Warum ich mich trotzdem auf die Spiele freue? Weil erstens Mannschaften wie Honduras, Neuseeland und Nordkorea Farbtupfer setzen und zweitens alles anders kommt als man denkt. In diesem Sinne: Auf eine schöne Weltmeisterschaft!

Lesenswert: n-tv kritisiert die Kader-Zusammenstellung von Jogi Löw

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4 Kommentare
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  1. Ich sehe es eher so, dass Deutschland mindestens ins Halbfinale kommt, Deutschland ist einfach eine Turniermannschaft, wir sind immer voll da, wenn es immer darauf ankommt.

  2. HEy..Dieser Song ist einfach HAMMAAAAAA !!!!!!!!!!!!!!! :) ))))

  3. This is only the fantasticallis song of the world..
    Thats very very nice….:) .)

  4. Ja, da sieht man wieder wie anders alles kommen kann!
    Spanien verliert gegen die Schweiz und Deutschland gegen Serbien!
    Entweder Brasilien hatte im Spiel gegen Nordkorea einen schlechten Tag oder Nordkorea einen guten.
    Dann müssen sie allerdings gegen Portugal einen sehr schlechten gehabt haben, eine 7:0 Niederlage ist schießlich nicht alltäglich.
    Viele Spieler, die bei der EM viele Blicke auf sich zogen haben auch sichtlich nachgelassen (Torres etc.)
    Und C. Ronaldo schafft es nicht genau aufs Tor zu zielen, aber wengstens trifft er die Latte, im Gegensatz zu David Villa beim Elfmeter gegen Honduras.
    Auch die rote und gelbe Karte werden schnell mal gezückt, nur oft nict dann, wenn es angebracht wäre…
    Wie schon gesagt: Nichts kommt, wie erwartet! :)

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